Die Mumins

TOVE JANSSON wurde am 9.8.1914 in eine finnlandschwedische Familie geboren und wuchs in Helsinki auf. Ihr Vater war Bildhauer und Mutter war Malerin und Finnlands führende Briefmarkenentwerferin. Mit 15 schmiss Tove schon die Schule und half ihre Mutter, Signe Hammarsten-Jansson als Illustratorin in der Zeitschrift Garm. Als 18-Jährige war sie bereits eine etablierte Illustratorin und Reklamezeichnerin. Neben Janssons Experimenten in abstrakter Malerei, gestaltete sie Illustrationen, Karikaturen und Titelblätter in Tusche und Aquarell.
Sie studierte an den Kunsthochschulen von Stockholm und Helsinki. Danach führten Studienreisen sie nach Rom und Paris, wo sie einige Jahre lebte, und 1938 an der École des Beaux-Arts in Paris studierte.
Gleichzeitig mit Toves ersten Auszeichnungen und Ausstellungen erschienen einige Kurzgeschichten auf Schwedisch. Die gemeinsame Geschichte von Tove mit den Mumins begann bereits in den dreißiger Jahren, als die Kunststudentin bei einer verwandten Familie in Schweden wohnte. Weil Tove die Gewohnheit hatte, nachts in die Speisekammer zu gehen, warnte ihrer Onkel sie vor Mumin, der dort auf sie lauerte. Die muminartige Gestalt entstand zum ersten Mal 1941 in der Zeitschrift Julen. Im Jahr 1943 wurde die Muminfigur als Toves Erkennungszeichen im Satireblatt Garm publiziert. Mit den politischen Karikaturen in dieser Zeitschrift protestierte sie gegen die Nazis und Finnlands Allianz mit dem Dritten Reich.
 
Doch auch früher hatte Tove den Mumintroll schon gezeichnet: Tove war einem Streit mit ihrem Bruder, Per Olov, unterlegen und hatte deshalb ein allerhässliches Gespenst an die Wand skizziert. Dieses Gespenst erhielt den Namen von dem Gespenst in der Speisekammer ihres Onkels. Der langschnäbelige und tückische Troll, der er ursprünglich war, wurde später zu einem rundlichen und freundlichen Mumin.
 
Jansson schrieb erst als 31-Jährige das erste der Bücher, mit denen sie bekannt werden sollte: „Die kleinen Trolle und die große Überschwemmung“. In Deutschland erschien das Buch unter dem Titel: „Mumins lange Reise“. Dieses Abenteuerbuch mit den Mumins war noch sehr sparsam illustriert. Toves eigentlicher Durchbruch als Muminmama kam erst 1953 mit dem Auftrag der britischen Evening News, wo eine tägliche Comicserie über die Mumins erschien. Die Zeitung stellte Jansson einige Bedingungen für ihre Arbeit: Jeder Comicstreifen musste glücklich enden; Politik, Sex und Tod durften nicht vorkommen. Diese Mumin-Serie wurde bald weltweit verkauft und so fanden die Mumins schnell Eingang in die Herzen der Kinder.
 
Tove Jansson schrieb und illustrierte insgesamt acht Mumin-Romane, eine Mumin-Novelle, drei Bilderbücher und formulierte Texte für das Bilderbuch „Der Schurke im Muminhaus“. Die Mumin-Bücher sind zunächst auf Schwedisch vorgelegt worden. Das erste finnische Mumin-Buch erschien erst im Jahre 1952. Sämtliche Mumin-Bücher von Tove Jansson aus den Jahren von 1960 bis 1980 wurden zugleich auf Schwedisch und auf Finnisch veröffentlicht. Alle Mumin-Bücher sind auch auf Deutsch erschienen. Insgesamt wurden die Geschichten in 34 verschiedenen Sprachen veröffentlicht.
 
Für ihr literarisches Werk erhielt Tove Jansson u.a. den Internationalen Jugendbuchpreis, den Nils-Holgersson-Preis, die Große Goldmedaille der Schwedischen Akademie und zweimal den Finnischen Staatspreis. Sie verstarb am 27.6.2001.
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